Susi Schust
Kunst trifft Artenschutz
Ich bin Künstlerin und Tierärztin.
Und ich arbeite täglich mit Lebewesen, die unsere besondere Aufmerksamkeit brauchen.
Meine Kunst entsteht aus dieser doppelten Perspektive: aus der Verantwortung für Tiere – und aus dem Wunsch, ihnen auch auf einer emotionalen Ebene Sichtbarkeit zu geben.
Kunst und Tiermedizin – wie passt das zusammen? Für mich sind es zwei Berufungen, die in meinem Leben eine untrennbare Verbindung eingehen. Seit 2020 verfolge ich autodidaktisch eine künstlerische Laufbahn, die ich parallel zu meiner tiermedizinischen Arbeit entwickelt habe – zunächst als persönlichen emotionalen Ausgleich, zunehmend aber als eigenständige künstlerische Stimme. In meinen Werken widme ich mich bedrohten Wildtieren und setze dabei bewusst auf einen zentralen Kontrast: leuchtende, lebensfreudige Bildwirkung trifft auf ernste ökologische Inhalte. Diese Spannung ist kein Widerspruch, sondern Methode – sie schafft eine positive emotionale Verbindung zu den Betrachtenden und macht schwere Themen zugänglich, ohne ihre Dringlichkeit zu verharmlosen. Mein fachlicher Hintergrund als Veterinärmedizinerin verleiht den Darstellungen dabei eine zoologische Präzision und Tiefe, die über reine Ästhetik hinausgeht. 2024 durfte ich zehn Werke im Rahmen meiner ersten Vernissage ausstellen. Alle Werke wurden verkauft, woraufhin ich zunehmend Anfragen für Auftragsarbeiten erhielt. Im Jahr 2025 enstand die Serie "Kleine Kobolde", in der ich Alltagsmomente meiner Eichhörnchen-Auffangstation farbenfroh und expressiv festhielt. Anschließend konzentrierte ich mich auf großformatige Werke und Auftragsarbeiten.
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